Wie einzelne Teile eines Puzzles, das erst kurz vor dem Ende das Gesammtbild erkennen lässt,  enstand Stück für Stück ein vielseitiger und zauberhafter Parcour zum Thema "Mensch" . Manches wurde gemeinsam mit allen erarbeitet bzw. vorbereitet, anders in verschiedenen Teams oder allein als persönlicher Beitrag. ...

Viele Projekte liefen parallel und ließen damit dem Einzelnen einen Spielraum frei, um immer wieder neu zu entscheiden: " Womit möchte ich heute Zeit verbringen?" Daher kannte jeder nur Teile des Parcour. Erst beim Probelauf am letzten Tag, zeigte sich das Gesamtbild:

- Ausstellung unserer Fingerabdrücke (jeder ist ein wenig anders,  aber sie ähneln sich sehr), 
- Ausstellung mit Fotos unserer Augen ( wer erkennt sein eigenes Kind?)
- Ausstellung persönlich gestalteter Schatzkisten
- Ausstellung von Wollkugeln mit Lichterkette, die in Zweierteams/Teamarbeit gefertigt wurden
- Ausstellung verschiedener Bilder/Fotos mit dem Aspekt:  Vieles geht nur gemeinsam oder ist gemeinsam einfach schöner
- verschiedene Rätsel,  bei denen man die Lösung findet, wenn man nicht herkömmliche Gedankenwege betritt
- Experimente, um natürliche Gesetze lebendig erfassen zu können  
- ein Raum der ungewöhnlichen Tiere und Pflanzen, in dem man schauen konnte, welche man kennt, weiß wo sie leben u.v.m.
- Ein Raum der Farben mit verschiedenen Aufgaben und Übungen zu Aspekten von Geruchs- und Geschmackssinn (Gelb), Balance (Blau) u.v.m.
- ein Raum der Klänge,  in denen man mit geschlossenen Augen die Geräuschwelt eines Regenwaldes erleben durfte

Alle Stationen wurden von den Kindern besetzt, die den Eltern und Besuchern stolz und strahlend die Aufgaben erklärten.

„Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt im großen Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen“ (Astrid Lindgren)

Um genau diese Phantasie und Kreativität zu fördern, bieten Axel Weigend und Monika Zottmann von der Jugendkunstschule Altenkirchen Theaterprojekte für Kinder an. Das Projekt wird gefördert von dem Programm „Kultur macht stark“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin. Doch wie schreibt man mit 20 Vorschulkindern eine Geschichte, in der jedes Kind seinen persönlichen Platz finden und sich mit Freude in etwas Neues hineinfühlen kann? Es scheint gelungen: Bei der Aufführung in den Vereinsräumen von Palette M sah man nur leuchtende Kinderaugen. Die Kinder der Kita „Spatzennest“ aus Gieleroth und der „Hummelhütte“ aus Rodenbach präsentierten stolz ihr Können auf und vor der Bühne.  Sowohl die Stabpuppen als auch die gesamte Kulisse wurde mit den Kindern entworfen und gebaut, darunter auch ein Blumenhochbeet, in dem die Blumen verschwanden - aufgefressen von Amadeus dem Pferd und auch ein großer Lastwagen, der zu aller Überraschung prall gefüllt mit Luftballons war. Ein weiteres Highlight warfür viele ein zauberhafter Regentanz. Monika Zottmann: „Es ist wunderbar, bei dieser Arbeit die vielen kleinen Momente von Originalität zu erleben, die in jedem einzelnen Kind verborgen ist.“